Monat: November 2015

Am Samstag traten wir in Sand an und im Hexenkessel von Sand wurde es ein echter Krimi.

 

Eigentlich fing das Spiel schon auf dem Parkplatz an. Dieter meinte, das erste Herrendoppel von Sand wäre bärenstark und überlegte, unser 2. Doppel stark zu machen, damit wir wenigstens ein Doppel gewinnen. Da wir aber große Zweifel hatten, ob Andy im 2. Doppel spielberechtigt wäre, haben wir das dann doch gelassen.

 

Wegen meiner Probleme im rechten Arm brauchte ich einen Partner, der Druck machen kann. Daher hatte ich die Idee: Andy und ich im ersten Doppel, Martin und Dieter im zweiten.

 

Und dann kamen wir in die Halle, nur 2 Felder, niedrige Decke, an der Seite eine Glaswand – ach wie schön ist doch die Bergtheimer Halle!

 

Los ging es mit den 2 Herrendoppeln. Martin und Dieter holten sich den ersten Satz, während Andy und ich es gleich schon spannend machten. Nach etlichen ausgelassenen Satzbällen holten wir uns den ersten Satz mit 25:23. Im zweiten Satz ließen Andy und ich dann nichts mehr anbrennen und holten mit 21:14 den ersten Punkt für Bergtheim

 

1:0 für Bergtheim!

 

Aber was machten Martin und Dieter – plötzlich führten dort die Gegner und der zweite Satz ging an Sand 18:21. Im dritten Satz erarbeiteten sie sich aber doch wieder eine Führung und bauten sie bis zum Ende kontinuierlich aus. Vor allem bei langen Ballwechseln spielte Dieter mit seinen Drops gewohnt sicher und Martin überraschte die Gegner mit präzisen Angriffs-Schlägen. Am Ende ging der Satz verdient mit 21:16 an uns.

 

2:0 für Bergtheim!

 

Während des dritten Satzes von Martin und Dieter hatte das Damendoppel begonnen. Im ersten Satz leisteten Steffi und Heike noch heftig Gegenwehr, konnten aber das 17:21 letztendlich doch nicht verhindern. Im 2. Satz gerieten unsere Mädels dann schnell in Rückstand und schafften es nicht, das Spiel nochmal zu drehen.

 

Nur noch 2:1 für Bergtheim

 

Dann kamen die Einzel von Andy und Martin und die ersten Wechselbäder der Gefühle. Andy’s Gegner (der auch schon im Doppel stark spielende Andreas Krapf) machte Fehler und schlug einige Bälle ins Aus. Andy nutzte das aus und holte den ersten Satz klar mit 21:12 – auf dem Nachbarsfeld lief es nicht so gut und Martin gab den ersten Satz mit 17:21 ab. In den 2. Sätzen war dann plötzlich alles anders. Andy’s Gegner machte plötzlich kaum noch Fehler und erarbeitete sich ständig einen kleinen Vorsprung und nahm Andy den 2. Satz mit 21:19 ab. Martin schien seinen Gegner jetzt im Griff zu haben und zog mit 17:10 davon, doch dann riss plötzlich der Faden. Punkt für Punkt holte der Gegner auf, angefeuert von den Sand’er Zuschauern, die zur akustischen Untermalung sogar eine „Ratsche“ mitgebracht hatten. Mit einer tollen Leistung drehte der Sand’er  Spieler Michael Baunacher noch den zweiten Satz und schlug unseren Martin mit 21:19.

 

2:2 Ausgleich

 

Auf der Bank wurde es uns langsam mulmig, zumal Andy es im 3. Satz nicht schaffte, einen Vorsprung herauszuarbeiten. Ganz im Gegenteil – auf einmal stand es 17:20 gegen Andy und Sand hatte 3 Matchbälle.

2 davon wehrte Andy souverän ab, den dritten mit etwas Glück. Als Andy dann noch die zwei nächsten Bälle verwandelte, hielt es keinen von uns mehr auf der Bank. 22:20 für Andy

 

3:2 Für Bergtheim

 

Zwischenzeitlich hatte Steffi Ihr Einzel begonnen und auch ich kam nun zum Einsatz. Steffi kam nicht gut in’s Spiel und gab den ersten Satz ab. Gleich zu Beginn des Spiels ließ ich mich von ein paar kurzen Bällen des Gegner narren und geriet in einen leichten Rückstand, den ich aber dann zur Mitte des ersten Satzes wieder aufholen konnte. Mein Gegner (Peter Englert, so um die 20 Jahre jung) war läuferisch stark und erlief praktisch jeden meiner Drops, die ich allerdings oft einfach zu hoch spielte – dann noch ein paar überflüssige Bälle von mir ins Aus und ich hatte mehr Probleme, als ich eigentlich wollte. Trotzdem hatte ich dann bei 20:19 Satzball, den ich aber genau so wenig verwerten konnte, wie den bei 21:20. Dann lag ich plötzlich mit 21:22 zurück, konnte den Satzball aber noch einmal abwenden. Den bei 22:23 dann aber nicht mehr. 22:24 gegen mich.

 

Auf der Bank machte sich langsam Verzweiflung breit, zumal Steffi in Ihrem zweiten Satz auch schon wieder unter Druck stand. Ein 4:3 für Sand war jetzt in Reichweite. Zumal Steffi dann auch den zweiten Satz abgab, zwar nur knapp mit 18:21 – aber nun stand es

 

3:3 Ausgleich.

 

Auch in meinem 2. Satz schaffte ich es nicht, mich von meinem Gegner abzusetzten. Ständig lag ich leicht zurück und schaffte immer wieder nur den Ausgleich. Bei 19:20 hatte der Gegner dann Matchball, der zum Glück im Netz landete. Dann war sein Return etwas zu kurz und ich konnte einen Smash auf seine Rückhand setzen, der für Ihn zu lang war und meinen Satzball verwandelte ich mit einem Schlag, den ich mir beim jungen Hirsch in Iphofen abgeschaut und am Freitag noch trainiert hatte, mit einem angetäuschten Drive, den ich dann ganz kurz ablegte.

 

Die Bergtheimer Bank war fix und fertig. Dieter musste zum Glück jetzt im Mix anfangen, sonst hätte er eventuell noch in seinen Schläger gebissen wegen einiger verunglückten Schläge von mir. Und Martin coachte mich in den Pausen – war übrigens ein sehr gutes Gefühl, dass nicht nur der Gegner gecoacht wurde.

 

Dann kam der dritte Satz und schon wieder lag ich zurück. 8:11 dann beim Seitenwechsel. Als ich mich auf 14:15 wieder herangekämpft hatte brachte ich mich durch mehrere druckvolle Bälle in eine sog 100%-ige Schlagposition, doch an statt den Punkt zu machen, sprang der Ball vom Rahmen in‘s Aus. Ein Glück, dass Dieter den Ball nicht gesehen hat. Und dann kam es, wie es kommen musste – in den nächsten Bällen wollte ich es erzwingen, aber der nächste Smash ging ins Aus, dann ließ ich mich auch noch überspielen. Nach einem Punkt zum zwischenzeitlichen 15:18 überraschte mich mein Gegner mit einem Cross-Drop, den ich nur noch mit einem Hechtsprung erreichte, dummerweise kam auch der Ball wieder cross zurück und mit einem zweiten Hechtsprung kam ich nur noch mit dem Rahmen dran und ins Aus 15:19 gegen mich.

 

Die Sand’er Bank tobte und ich war im wahrsten Sinne des Wortes „am Boden“. Zum Glück ließ sich mein Gegner beim nächsten Aufschlag ein bisschen Zeit, anscheinend ging Ihm auch langsam die Luft aus und ich konnte wieder klar denken. Auf den nächsten Aufschlag spielte ich einen langen Cross-Clear und sein Return landete im Netzt. Dann schaffte ich es, seinen kurzen Cross-Return endlich einmal wirklich kurz abzulegen und auf einmal hatte ich das Spiel und den Gegner wieder im Griff. Beim Stand von 20:19 für mich hörte ich Martin „Nur noch ein Punkt“ und den machte ich dann auch mit einem Heber in die entfernte hintere Ecke. Martin auf der Bank konnte danach nicht mehr und musste erst mal eine rauchen gehen.

 

4:3 für Bergtheim.

 

Zwischenzeitlich lief der zweite Satz im Mixed. Dieter und Heike hatten den ersten ziemlich mühelos mit 21:14 gewonnen und lagen im zweiten Satz auch schon mit 6 Punkten vorne. Letztendlich spielten sie auch den zweiten Satz souverän mit 21:16 nach Hause und wir konnten mit 5:3 dann doch noch ein Happy End feiern.

 

Fazit: Insbesondere Andy und ich haben die Nerven der Zuschauer extrem strapaziert und Fortuna hat bei unseren Siegen mitgeholfen. Aber was soll’s, letztendlich zählt nur, dass wir jetzt als drittletzter 3 Punkte Abstand zum Abstieg haben und Ihr glaubt gar nicht, wie schön das Duschen im Gefühl des Sieges war.

Am Montag traten wir in Unterdürrbach an und wurden unter Wert geschlagen.

 

Da wir zum angesetzten Zeitpunkt nur eine Jugendmannschaft hätten hinschicken können, hatte ich den Termin auf Montag vorverlegt. Trotzdem waren wir durch unser Krankenlager (Michale Rücken, Peter Achillessehne, Dieter Halswirbel) ersatzgeschwächt und Heike konnte an dem Montag auch nicht. Und Mitch, der uns vielleicht hätte retten können, ist halt 300 km weg …….

 

So ging es los mit dem Doppel von Andy und Martin, der nach seiner Kur zum ersten Mal wieder spielte. Die beiden hielten ganz gut mit, wobei insbesondere Andy immer wieder clevere Bälle spielte, aber letztendlich reichte es dann gegen starke Unterdürrbacher doch nicht.

 

Ähnlich erging es Steffi und Kerstin im Damendoppel, die Ihr Spiel auch in 2 Sätzen verloren.

 

Dann kam das Doppel von Gerhard und mir. Wir trafen auf überraschend starke Unterdürrbacher, die uns bei jedem etwas höheren Ball derart heftig unter Druck setzten, dass wir kaum zu unserem Spiel fanden. 21:12 war das Resultat im ersten Satz. Danach versuchten wir den Ball nur noch flach zu halten und konnten bis 15 einigermaßen mithalten. Durch ein paar unglückliche Bälle zum Satzende ging der 2. Satz und damit auch das Spiel mit 21:14 an Unterdürrbach.

 

Zwischenzeitlich hatte Martin das 2. Herreneinzel in 2 Sätzen verloren und es stand 4:0 für Unterdürrbach.

 

Dann wurde es endlich doch noch spannend. Andy gab im ersten Herreneinzel alles, verlor aber ganz knapp mit 20:22 und 19:21. Gerhard und Kerstin spielten das Mixed. Gerhard mit seiner ganzen Erfahrung und Kerstin zeitweilig mit überraschend guten Schlägen holten einen Satz für Bergtheim, mussten sich aber letztendlich dann doch in 3 Sätzen geschlagen geben.

 

Steffi und Ihre Gegnerin waren im Dameneinzel nahezu gleichwertig, ich fand sogar Steffi technisch etwas besser. Den ersten Satz verlor Steffi – aber im zweiten Satz konnte Steffi sich durchsetzen. Im 3. Satz war für Steffi einfach das Feld ein bisschen zu kurz (oder Ihre Schläge waren zu lang) und schon wieder hatte sich Unterdürrbach in die Siegerliste eingetragen.

 

Zum Schluss kam dann noch mein Herreneinzel und ich hätte gerne für Bergtheim den Ehrenpunkt geholt. Der erste Satz lief zunächst auch ganz gut und ich führte die meiste Zeit mit 1-2 Punkten Vorsprung. Ich spielte viel lang auf die Rückhand des Gegners, lies mich aber einige Male mit Drops narren. Bei 20:19 hatte ich dann Satzball, bei 21:20 und 22:21 nochmal, doch dann kamen 2 Bälle, in denen mir einfach das Glück fehlte und letztlich konnte ich trotz verzweifelter Gegenwehr im letzten Ballwechsel den Satzverlust mit 22:24 nicht mehr verhindern.

 

Der 2. Satz war ausgeglichen und anstrengend. Beim Stand von 19:18 für mich holte ich mir unter Aufbietung aller Kraftreserven die beiden nächsten Bälle und damit den 2. Satz.

 

Im 3. Satz merkte ich, wie anstrengend die beiden ersten Sätze waren. Nach zwei Smash ins aus, einem überraschenden Drop des Gegners und einem zu langen Clear stand es 0:4 gegen mich. Dem Rückstand lief ich bis zum Ende hinterher. Beim Stand von 18:14 gegen mich kam es zu einem extrem langen Ballwechsel, in dem mein Gegner einfach jeden Ball bekam und letztendlich eine Berührung der Netzkante den Ball außerhalb meiner Reichweite beförderte. Danach war aus mir im wahrsten Sinne des Wortes „die Luft raus“ und da kein Sauerstoffzelt zur Verfügung war, ging bei mir nichts mehr. 21:14 im dritten Satz gegen mich und damit 8:0 für Unterdürrbach am späten Montagabend.

 

Fazit: Wir haben alles gegeben – die Unterdürrbacher waren im Herrenbereich überraschend stark – den Damen fehlte ein bisschen das Glück. Jetzt gilt es gegen Sand, damit wir nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern.